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Fischereiabkommen mit Liberia: Einheimische Fischer brauchen mehr Unterstützung

Die EU hat ein neues Fischereiabkommen mit dem westafrikanischen Land Liberia ausgehandelt. Das Abkommen berechtigt europäische Schiffe, in liberischen Gewässern zu fischen. Als Ausgleich erhält Liberia ca. 650.000 € pro Jahr, damit das Land die Einhaltung seiner Fischereigesetze kontrollieren kann.

Für den Entwicklungsausschuss des Parlaments habe ich eine Stellungnahme erarbeitet, die fordert, dass die europäischen Gelder die lokalen Fischer unterstützen sollen. Denn Liberia importiert derzeit Fisch für den eigenen Verbrauch, da die einheimische Fischerei nicht ausreichend gefördert wird. Beispielsweise ist es mangels Infrastruktur schwierig, frischen Fisch gekühlt von der Küste in die Städte zu transportieren. Hier muss enger mit den liberianischen Fischern zusammengearbeitet werden, um die lokale Ernährungssouveränität zu stärken. Bei den Verhandlungen wurden die einheimischen Fischer nicht konsultiert. Das muss sich in Zukunft ändern.

Leitet Herunterladen der Datei einZur Stellungnahme des Entwicklungsausschusses